laufe leise quer, ohne dass mir bewusst ist querzulaufen, durch einen raum, ohne dass ich mir dabei sicher sein kann, weil nichts zu sehen ist als die dunkelste umschreibung für schwarz. fühlbar ist nur der schmutz, in den sich die füße graben, schürfwunden, in die kohlenstaub geraten ist, furchen in den knien vom stürzen. es brennt weniger, solang ich nichts sehe, doch meine nase zieht eine mischung aus teer und wandfarbe. und manchmal, manchmal

etwas erschreckend und schneller tauchen figuren auf wie nachts vom blitz getroffen, ein heller schein, dem ich ungeduldig entgegenrenne, er sieht so

greifbar aus, ich kann sagen, ich bin verdammt glücklich über das glimmen

die vorstellung erwartet zu werden

und laufe damit umso gewagter zum ziel. doch kurz davor, sobald ich alle umrisse erkennen kann und sobald es um mich geschieht, versagt das licht, ich suche die defekte birne und finde sie nicht. ein licht, das eingetrocknet ist wie zu dünne wasserfarbe auf schwarzem karton. nicht einmal mehr ein weisser fleck. stattdessen ausgefressener rand, ein negativ vom kaffeetassenabruck, eine zeitung, die zuerst ausgewaschen, dann bis auf den verzahnten rand, die ecken und runden kanten verbrannt worden war, deren tinte in alle richtungen verflossen ist und mich sowohl als auch

durchfloss

bei jedem atemzug eines schwamms

einatmen macht schwarz

ausatmen leer.

erreiche ich das feste knarzende holz, jage ich mir mit jedem splitter wieder ein bisschen mehr hoffnung ein. und seltsam oft höre ich einen langen seufzer, der auch ein ruf oder eine frage sein kann. ich versteh nicht, war das mein name? eine abfallende folge aus tönen, ein stöhnen, das an seiner eigenen verborgenheit erstickt, eine klage vielleicht, ein hilferuf oder ein verliebtes verlangen.
















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