das rot war eine bedrängung für den sehsinn. ich gebs zu. es war seine pflicht, alles, was ihn anstarrte zu verkleinern, es wollte irgendwas und hat uns selten schön aussehen lassen. deshalb hast du es kurzerhand abgerissen, das rote an der wand. mit messer und schraubenzieher hast du die zinnoberrote tapete zu fall gebracht als sei sie nichts und es war spät und dunkel, wir dachten, zu dieser tageszeit hat man ein anrecht auf vandalismus. jedes blatt wich, weiße farbkrümel flogen umher. zurück blieb eine papierzerfetzte betonwand in ergrauter eierschalenfarbe, in die jahre gekommen und gleichzeitig frisch gelegt. rote streifen und fetzten hängen fest entschlossen als überbleibsel einer vergangenen zeit und bilden eine riesige landkarte von der man nur erahnen kann wie viele geschichten und kulturen sich darin verbergen. einmal mit der handfläche über den holprigen pazifik, einmal das meer durch die fingerspitzen bröseln lassen, sich einmal vorstellen, über eine blockige, warme, verwitterte felswüste zu streichen, ellenlange karawanenstraßen, die sofort wieder in sich zusammenfallen und irgendwo sehnt man sich nach der hölzernen ferne, in der man mit hand essen darf.

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in gestapelten reihen: schiffbruch mit tiger

irgendwo schippert pi mit tiger in seinem rettungsboot und reißt mich in den pazifik. früher konnte er keine banane schälen, weil das aufknacken klang, als bräche er einem tier das genick. durch ihn weiß ich, dass tiger zu einem gewissen teil salzwasser trinken können, ansonsten werden sie auf booten schnell seekrank. goldmakrelen schimmern beim sterben in regenbogenfarben, als stürbe durch sie jede farbe mit. er hat mich so sehr inspiriert, dass wir uns tage nach dem durchlesen eine indische bioplatte für dreizehn euro geholt haben.

jeder sollte sein raubtier mit ins boot holen und sich gebührend davor fürchten.



dass man sich fragen muss, wie kann etwas bemerkenswertes so unbekannt sein  (mit musik, die nicht mehr rausgeht)
















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