
es hebt und senkt sich. es sind schon
kleine Wirbelstürme unterwegs. es ist nicht
lebensbedrohlich wie Atemnot, aber verdreht dir schon den Kopf. ich war schon immer erst in der allerletzten Eisenbahn. sie rollt, rattert und riecht nach kalter Luft. da ist ein ständiges Zittern, das mir die Vorstellung von einer geraden Linie verwischt. deshalb versteht sich von selbst die Rotation. ich stand nicht vor der ersten Prüfung, denn man sollte nie vor der ersten Prüfung stehen, sondern da rein laufen, wie man ist die Straße bis zum Ende gehen, sich selbst und den Himmel nicht vergessen,
vorsprechen und schneebedeckte Fugen nicht vergessen, kleine Steinchen, die unachtsam in die Zwischenräume gedrückt wurden, den Frühling, der anbrechen wird, was auch immer
passiert. ich habs eilig, aber ich lass es nicht aus, mit dir auf einen Berg zu klettern, was tun die Glätte und der Sturm, was tun die schon zur Sache, wenn man Hackenschuhe hat und einen Gehstock. beim Klettern hängt sie den Gedanken nach und weiß nicht, ob er den Wald und alles im Gedächtnis behalten würde oder ob er nur für diesen Moment bestimmt war. Der Schnee unter den Sohlen erwidert dumpfes Husten. oben
was für eine ungewohnte Aussicht, zu hell, zu kalt und der Wind zu schnell für ein Bild, worüber du dich ärgerst, weil der Sucher ständig beschlägt. deine Nase tropft. umso besser, denk ich. wenn das Auge der Kamera trotzt. wenigstens das hat man voraus, ein bisschen Rostfreiheit und klare Sicht auf den Tropfen an deiner Nasenspitze. auf die Waldfront aus unendlich scheinendem Geäst, das auf den Bildern einfach nicht mehr da ist. wie nass die Füße waren und schön das Rutschen. kein Königreich für einen Schlitten. und niemand war da, der es gesehen hatte. ich war schon immer für historische Momente unter krassen Bedingungen. mit roten Wangen und kristallisierten Wimpern. für alle Fälle und wo man es nicht mehr erträgt, eine Kanne Schwarztee aus zwei Zahnputzbechern. weit oben ein tosendes Geheul durch zerschlagene Fenster, das wäre allein nicht halb so toll gewesen. Kuppeldächer, neben denen man sich dem großen Ganzen ein Stück weit näher fühlt, ohne dass ich es aussprechen muss. der Spiegel im Spiegel im Spiegel. wenn ich an etwas glauben kann, dann daran.
auch Frau Zeh schrieb, die Unendlichkeit sei schlichtweg ein strukturelles Problem. wenn sich in einer Kiste immer eine weitere Kiste öffnet, dann ist das alles. auch die Kiste, in der unsere Kiste steckt, ist nichts weiter als die Kiste, die in ihrer steckt. ich glaube nicht, dass du davor Angst haben musst. das Größte wie das Kleinste, kein Universum gegen einen Tropfen auf deiner Nasenspitze.