Geschriebenes von ihm ertrag ich nicht, seine Belanglosigkeit fällt wie schweres Beton auf meine Erwartungen, weniger ertrag ich, wenn er Worte auf andere streut. Doch am wenigsten ertrag ich, sobald ich etwas nicht ertragen kann. Wenn wir wie neuerdings regelmäßig zum Einschlafen Domian hören, versuche ich mit jeder gepeinigten Radiostimme um die Wette zu lächeln, die trotz Schicksal alle Kraft zusammenkratzt. 

was tust du? für dich gibt es nichts zu ertragen. Und hör auf zu zappeln. Hör auf, dir Schotter unter deinen Füßen vorzustellen und damit zu spielen. Lass den Mond Mond bleiben. Die Fabriken sind tot, die dir so gefallen, in denen du dir so gern die Hölle unter die Füße tanzt. Dein unverkrümmter Rücken ist eine Beleidigung für die raue Haut derer, die sich aus der Hitze gewünscht haben. Die ihr Gehör vermisst haben. Wie kannst du eine Geschichte lieben, die nicht dir gehört. Ich steh mittendrin, erwiderst du. Du maßt dir an, dem Holz beim Arbeiten zuzuhören. Du verurteilst weniger haben je mehr man haben kann. Und dich stört dein voller Bauch, weil er über den ungestillten Durst hinwegtäuscht. Und indem du dich fragst, wie du mit der Wärme fertig werden sollst, wippen sich deine Füße schon wild in den Takt. Du drückst mit einem Fingernagel das Rädchen aufwärts und drehst das Tonband lauter. Dann benutzt du einen Schenkel als Trommel und zupfst die Saiten, ohne die dein Körper in sich sacken würde. Jetzt bist du ein Kraftwerk, das alles verarbeiten kann, auf verrußten Dielen einer fremden Geschichte, zu der du jetzt Ich sagen kannst, ohne Du zu verlieren.

Ich will über verstaubtes Parkett rutschen, ich will den Regen meine zweite Haut nennen ich will durch die Straßen rennen und schwitzen ohne beachtet zu werden, in der Bahn aufspringen, und mich nicht darüber ärgern, dass meine Nachbarn die Musik viel zu leise wahrnehmen. Kleine Partikel rotgeschminkter Lippen an die Raufaser schmieren. Ich will nicht darauf achten müssen, was schon einmal dagewesen ist und was schön aussieht.

Die schwersten Vibrationen zerreißen die Luft, auf dass du gründlich schnappen musst bis du reglos umkippst. Vermutlich bist du nicht allein gewesen. Als du wieder aufwachst, liegst du auf zerwühlten Laken. Das Schlafzimmer ist weich und hell. Ein paar Schritte knirschen aus nächster Nähe, schmatzen sich durch den Flur und verstummen, als hätte man sie plötzlich verschluckt. Deine Haare stellen sich auf. Hinter der Tür summt jemand eine altbekannte Melodie. Kein Lieblingslied. Durch den winzigen Spalt siehst du und weißt. Sein kohleverschmiertes Gesicht ist nicht von jetzt. Es ist aus seiner Fabrik. Längst geschlossen. Zugetackert hinter den Bergen seitdem von unsittlichen Gästen bewohnt. Und jetzt steht er so im Wohnzimmer mit diesem alten Gesicht, tief und leicht wie eine überschätzte Erinnerung. gibs zu, du hast es vermisst. je länger du hinsiehst, desto echter wird es, es ist plastischer als die Wirklichkeit.

Deshalb dreh dich, denn es passt nicht mehr her. Erdkrumen bröckeln aus seinen Augen. Ich weiß. Es ist nicht mehr ihre Zeit. Sein Körper ist eine Hülse einseitig beschriebenen Papiers scharf wie eine Klinge. Der Wind trägt es stückweise dahin. 
















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