ich renne um mein leben
als könne ich mit der kraft die ich
hier aufbringe noch etwas hinzutun
ich renne als könne ich die uhrzeiger
antreiben, sich endlich zu bewegen
ich renne damit mir alles abgeht
was nicht hierhin gehört
ich renne um zu zeigen
dass ich rennen kann
ich renne um zu rennen
und im rennen
wird alles andere klein.
gefunden was ich schon immer wollte
und als jemand schlief und da schlief jemand
fehlte mir nichts mehr
mit meinem vorrat an bildern bin ich schnell weg
eine schnur
die sich langsam in meine linke schulter gearbeitet hatte erinnerte mich
daran dass alles echt war.
ich stehe hier. ich kann wachsen und nicht auffallen.
ich kann mich durch deinen blick verändern und durch
jeden weiteren eine andere bedeutung annehmen. ich habe einen anfang und am anfang bin ich mutter.
ich habe ein ende und das ende kann belanglos sein oder unsagbar.
meistens lüge ich und werde überall geklaut. und wer ahnt, was dabei in mir vorgeht, streicht mich weg.
zu oft bin ich an der wahrheit dran, deshalb bin ich dann allein, weil sie angst haben. die, die mich machen und die, die mich bekommen.
ich bin das einzige, was von ihnen übrigbleiben kann.
verwahrt oder verbrannt.
bevor ich entstehe, fließe ich durch viele teile eines körpers.
es kann immer nur einer sein.
ich kann alles, doch oft schaffe ich es nicht. dann nennt man mich unaussprechlich. oft will ich auch einfach nur raus, mich aufstellen wie ein soldat und es gleich darauf wieder gutmachen. weil ich nichts anderes bin als ein versuch.
bei mir muss man sich entscheiden. entweder alles oder nichts.
es gibt kaum etwas, woran man das erkennen kann.
so
tief
rot
sobald sich eine öffnung auftut
ein einziges wort.
die uns glücklich oder unglücklich stimmt. f.n. aristoteles
das zu tun will ich und das zu zeigen. während ich das zeige, verstanden zu werden, will ich und dafür geliebt. ganz schön dreist, so etwas jemand fremdes abzufordern, deshalb würde ich es gerne ausrichten und jemanden darauf reagieren lassen. dann wäre es der falsche zeitpunkt, ohnmächtig zu werden.
die pausen dazwischen sind gut um sich selbst nicht zu verlassen.
es fällt mir wieder ein
es geht mir nahe, klar,
abstoßen will ich es nicht
eine taschenlampe brauch ich nicht
denn es ist nicht dunkel
wozu sollte ich alles sehen wollen, wenn alles, was ich
sehen muss, hier ist.
dann eben das meinte ich,
fällt es mir wieder ein.
einer sieht die wolke groß weich
voller licht und sobald er nach ihr greift
bleibt nichts weiter als nass.
der andere läuft durch strahlen des himmels
als seien sie dunst und er läuft weiter und schließt
die augen
ein kurzer moment den er verpasst
weil er ihn immer verpasst.
wie der blinde den sehenden immer verpasst.